Rollstuhl

  • Treppenlift & Rollstuhl: Was es zu beachten gibt
  • Modelle für Rollstuhlfahrer: Plattformlift, Hublift oder Senkrechtlift
  • Platzbedarf: Ist ein Rollstuhllift realisierbar?
  • Kosten: Wie teuer ist ein Treppenlift für Rollstuhlfahrer?
  • Zuschüsse und Förderungen: Wie Sie die Anschaffungskosten senken
  • Direkt loslegen: Bis zu drei Angebote erhalten

Treppenlift & Rollstuhl: Das müssen Rollstuhlfahrer bei der Wahl des Treppenlifts beachten

Auf einen Blick

Treppenlift & Rollstuhl sind zwei Themen, die eng miteinander verbunden sind. Auf dieser Seite erfahren Sie alles, was Sie als Rollstuhlfahrer beim Kauf eines Treppenlifts beachten müssen.

Dass sich ein Treppenlift im Rollstuhl nutzen lässt, ist einer der vielen großen Vorteile von Liftern für den Heimgebrauch. Wie würde es einem Rollstuhlfahrer schließlich helfen, wenn er zwar von einem ans andere Ende der Treppe befördert werden würde, dort aber ohne Rollstuhl quasi wie in einer Art Sackgasse landen würde?

Allerdings können nicht alle Treppenlifte einen Rollstuhl transportieren. Dementsprechend muss ein Rollstuhlfahrer vor dem Treppenlift-Kauf wissen, welche Rollstuhllifte es gibt und wie sie funktionieren. Auch die Frage, ob der Platzbedarf ausreicht, den entsprechenden Treppenlift für Rollstuhlfahrer einbauen zu lassen, ist wichtig.

Auf dieser Seite geht TREPPENLIFT.io auf genau diese Frage ein. Wir blicken außerdem darauf, wie teuer ein Treppenlift zum Rollstuhl-Transport ist und von welcher Art von Zuschüssen Rollstuhlfahrer in welcher Höhe profitieren.

Rollstuhl Treppenlift: Welche Treppenlift Modelle eignen sich für Rollstuhlfahrer?

Ganz grundsätzlich gesprochen kann ein Rollstuhlfahrer jeden erdenklichen Treppenlift nutzen, den es am Markt gibt. Die Frage ist nur, wie sinnvoll bestimmte Modelle wie der Sitzlift sind. Hier lässt sich schließlich nur der Rollstuhlfahrer, nicht aber der Rollstuhl selbst von A nach B transportieren.

Steht allerdings am Ende der Treppe – beispielsweise im 1. Obergeschoss – ein Ersatzrollstuhl zur Verfügung, kann sich der Sitzlift durchaus ebenfalls lohnen. Schließlich ist dieser in der Regel etwas günstiger als solche Treppenlifte, die den Rollstuhl samt Insasse befördern können.

Wer außerdem im Rollstuhl sitzt, aber notfalls auch mit Krücken oder anderweitigen Gehhilfen laufen könnte, der kann sich ebenfalls überlegen, den günstigeren Sitzlift einzubauen. Allerdings sollte beim Treppenlift stets auch immer nachhaltig und langfristig gedacht werden. Optimalerweise kaufen Sie schließlich einmal einen Rollstuhllift und dann nie wieder.

Lautet die Prognose somit, dass sich das Gehvermögen stetig weiter verschlechtert, sollte also auch direkt ein Treppenlift-Modell gewählt werden, das eine Rollstuhl-Mitnahme ermöglicht.

Plattformlift für Rollstuhlfahrer

Der Klassiker unter den Treppenlift-Modellen zur Rollstuhl-Beförderung ist sicherlich der Plattformlift für Rollstuhlfahrer. Diese Art von Rollstuhllifter besteht schließlich aus einer Plattform, die frei schwebend über eine Schiene auf der Treppe und/oder in der Wand am Geländer nach oben, bzw. unten gefahren werden kann.

Ein Rollstuhlfahrer kann auf diese Plattform mit seinem Rollstuhl auffahren. Kleine Sicherheitswände und Stopp-Elemente sorgen dafür, dass der Rollstuhl während der Fahrt sicher steht und nicht von der Plattform rollen kann. Ein Seilzug befördert die Plattform derweil zu Ziel.

Am Ende des Plattformlifts angekommen, kann der Passagier mit seinem Rollstuhl sofort wieder losfahren. Es sind somit keine zusätzlichen Rollstühle im Haushalt von Nöten. Plattformlifte lassen sich übrigens auch auf kurvigen Treppen installieren.

Hublift für Rollstuhlfahrer

Der Hublift funktioniert von der Benutzung her ähnlich wie der Plattformlift. Ein Rollstuhlfahrer fährt eine zur Verfügung stehende Fläche an, um sich anschließend zum Zielpunkt befördern zu lassen. Der große Unterschied: Der Hublift sorgt für einen vertikalen Transport.

Dabei sind Hublifte besonders platzsparend und lassen sich weitaus leichter ein- und ausbauen. Es ist zudem kein Eingriff in die Treppenstufen oder die Wände erforderlich, sondern lediglich eine stabile und ebene Untergrundfläche muss gebildet werden können.

Problematisch ist eher die Tatsache, dass bei kurvigen Treppen Start- und Zielpunkt selten übereinander liegen. Somit lässt sich der Hublift nur in bestimmten Fällen ins Treppenauge integrieren und ist zumeist im Eingangsbereich im Einsatz.

Es ist außerdem möglich, mit einem Hublift als Außenlift einen Balkon anzusteuern, was eine weitere tolle Alternative ist, wenn im Innenbereich keine Treppe mit ausreichend Platz zur Verfügung steht.

Senkrechtlift für Rollstuhlfahrer

Der Senkrechtlift ist am ehesten mit dem klassischen Personenaufzug vergleichbar. Auch er befördert seine Passagiere vertikal nach oben, kann dabei aber erhebliche Höhenunterschiede zurücklegen. Es gibt Senkrechtlifte für zwölf Meter, 15 Meter, 18 Meter oder sogar 30 Meter und mehr.

Der sich daraus ergebende Vorteil liegt natürlich rasch auf der Hand: Mit dem Senkrechtlift lassen sich mehrere Etagen miteinander verbinden. Anstatt also von der Treppe im Erdgeschoss zum Treppenende im 1. OG und von dort wiederum zum 2. OG einen separaten Plattformlift einbauen zu lassen, können auch direkt beide Etagen mit einem Senkrechtlift verbunden werden, der in beiden Etagen einen eigenen Ein- und Ausstiegspunkt hat.

Allerdings hat der Senkrechtlift auch zwei Nachteile. Erstens ist er TÜV-pflichtig, da er mehr als drei Höhenmeter zurücklegt. Und zweitens sind die Kosten doch deutlich höher als bei anderen Treppenlift-Modellen.

Treppenlift für Rollstuhl außen – Rollstuhllift im Außenbereich

Für den Außenbereich, in dem selten allzu viele Treppenstufen überbrückt werden müssen, eignet sich für Rollstuhlfahrer am besten der Hublift. Mit diesem lassen sich beispielsweise gerade Treppenstufen im Eingangsbereich, die klassischerweise aus drei bis zehn Stufen bestehen, sehr leicht barrierefrei machen.

Wichtig ist allerdings, dass auf die Wetterfestigkeit geachtet wird. Im Freien ist ein Treppenlift, der eben auch sensible Verschleißteile hat, einer deutlich heftigeren Witterung ausgesetzt als im Innenbereich. Von Regen, Sturm, Hagel und Eis ganz zu schweigen. Dementsprechend müssen hochwertigere Materialien zum Einsatz kommen, was die Kosten eines Hublifts für den Innenbereich steigert.

Selbstredend ist aber auch die zurückzulegende Höhe ein wichtiger Faktor. Wer also mit einem Hublift seinen 2,5 Meter vom Erdboden entfernten Balkon ansteuern möchte, der muss logischerweise ebenfalls mehr Geld in die Hand nehmen als wenn es sich um ein paar wenige Treppenstufen im Eingangsbereich handelt.

Treppenlift für Rollstuhl innen

Im Innenbereich ist praktisch jeder Treppenlift für Menschen im Rollstuhl geeignet. Wichtig ist, dass der Nutzer sich ausreichend sicher in dem gewählten Modell fühlt, und nicht aus Gründen, Kosten sparen zu wollen, auf Komfort verzichtet.

Wer also den Sitzlift nimmt und sich im anderen Stockwerk dann mit einer alternativen Gehhilfe oder einem minderwertigen Ersatz-Rollstuhl begnügt, der wird sich gewiss auch stets zweimal fragen, ob es die Fahrt, bzw. den Stockwerk-Wechsel wirklich braucht. Über kurz oder lang reduziert sich das Leben dann auf das „bequemere“ Stockwerk, was nicht selten trotz eigentlich vorhandener Barrierefreiheit für massive Einschränkungen in den eigenen vier Wänden sorgt. Fast, als gäbe es gar keinen Rollstuhllifter.

Vor diesem Hintergrund sind Plattformlift und Hublift sicherlich die besten Optionen, die für den Innenbereich zur Verfügung stehen. Eine Probefahrt beim Hersteller um die Ecke kann im Anschluss an die Erstberatung Aufschluss darüber geben, welches der beiden Modelle Ihnen besser gefällt.

Der Treppenlift Rollstuhl Platzbedarf: Auch in Ihrem Eigenheim realisierbar?

Vorausgesetzt natürlich, dass Sie eine Wahlmöglichkeit haben. Denn im ersten Schritt gilt es immer zu klären, ob die Treppenlift Voraussetzungen für den Einbau eines Rollstuhllifters überhaupt gegeben sind.

Handelt es sich nicht um die Haupttreppe eines Mehrfamilienhauses, sondern um die Treppe in ihrer ausschließlich privat und selbst genutzten Immobilie, ist eine Installation praktisch immer möglich. Genug Platz muss aber natürlich trotzdem zur Verfügung stehen. Würde der Rollstuhl also ohnehin nicht durch das Treppenhaus passen, wäre höchstens ein Sitzlift realisierbar.

Natürlich spielt die exakte Breite Ihres Rollstuhles letztlich eine wichtige Rolle. Handelt es sich allerdings um einen handelsüblichen Straßenrollstuhl, sollten kleine Plattformlifte schon ausreichen. Hierfür sollte die Treppe mindestens eine Breite von 80 Zentimeter aufweisen. Ist sie hingegen kurvig, sollten Sie ab 90 Zentimetern auf der sicheren Seite sein.

Aufschluss über die Realisierbarkeit gibt letztlich aber nur das Gutachten von Fachleuten.

Treppenlift für Rollstühle: Was kostet ein Rollstuhllift?

Weil alle gängigen Treppenlift-Modelle vom Plattformlift über den Hublift bis hin zu Senkrechtlift bereits automatisch und ohne übermäßig teure Upgrades auch als Rollstuhllift eingesetzt werden können, gelten beim Treppenlift für Rollstühle die handelsüblichen Preise.

Natürlich kommt es letztlich auf die konkrete Beschaffenheit Ihrer Treppe an. Und natürlich sorgt auch jeder Zusatzwunsch in puncto Ausstattung und Bedienbarkeit des Rollstuhllifts für steigende Kosten. Um Ihnen dennoch eine erste Hausnummer zu den Preisen nennen zu können, haben wir im Folgenden ein paar Zahlen für handelsübliche und standardmäßige Modelle zusammengetragen:

Plattformlift für Rollstuhl (gerade Treppen)ab 7.500 Euro
Plattformlift für Rollstuhl (kurvige Treppen)ca. 10.000 bis 20.000 Euro
Hublift für Rollstuhl (bis 1,5 Meter)ab 5.000 Euro
Hublift für Rollstuhl (bis 3 Meter)ca. 7.000 bis 15.000 Euro
Senkrechtlift für Rollstuhl (bis 10 Meter)ab 10.000 Euro
Senkrechtlift für Rollstuhl (bis 30 Meter)ab 60.000 Euro

Die Kosten für einen herkömmlichen Rollstuhllift (Plattformlift oder Hublift) dürften sich dementsprechend zwischen 7.500 Euro und 20.000 Euro bewegen.

Rollstuhllift Kosten reduzieren – den Rollstuhllift gebraucht kaufen

Natürlich ist ein Rollstuhllift nicht billig. Mit Blick auf die eben dargelegten Zahlen lassen sich die Ausgaben in etwa mit der Anschaffung eines Kleinwagens vergleichen. Zwar gibt es, worauf wir auf dieser Seite von TREPPENLIFT.io ebenfalls noch eingehen, die Möglichkeit, mit Zuschüssen und/oder Fördergeldern Kosten zu sparen. Dass Ihnen jemand die kompletten Anschaffungskosten abnimmt, ist allerdings nur eine große Ausnahme.

Vor diesem Hintergrund kann es gerade bei finanziell nicht allzu gut situierten Personengruppen – beispielsweise Rentner oder Senioren – durchaus eine Option sein, den Rollstuhllift gebraucht zu kaufen.

Wichtig ist allerdings, dass Sie hiermit ebenfalls auf einen Händler zugehen. Wer nämlich bei privaten Verkäufer kauft (beispielsweise über Kleinanzeigen-Portale), der hat nicht nur keinerlei Garantie und Gewährleistung, sondern ist auch bei Einbau und Montage auf sich selbst gestellt. Schnell kann der Gebrauchtkauf dann zur Kostenfalle werden, denn nicht nur müssen Sie eine externe Firma mit der Installation beauftragen, sondern niemand garantiert Ihnen, dass der Treppenlift auch wie beschrieben funktioniert.

Wer übrigens den Treppenlift gebraucht beim Händler kauft, den Einbau aber selbst übernimmt, der verliert fast immer auch jegliche Ansprüche auf Garantie und Gewährleistung. Die Montage sollten Sie daher immer Profis überlassen.

Den Rollstuhllift Preis senken: Zuschüsse und Forderungen

Nicht nur beim Gebrauchtkauf lässt sich aber der Rollstuhllift Preis senken. Auch Zuschüsse und Forderungen können dazu führen, dass Sie die Treppenlift Rollstuhl Kosten deutlich reduzieren können.

Wer auf den Rollstuhl angewiesen ist, der hat in vielen Fällen auch eine anerkannte Pflegestufe. Menschen mit Pflegegrad, die vor dem Kauf eines Treppenlifts einen entsprechenden Antrag bei der Pflegeversicherung Ihrer Krankenkasse stellen, erhalten dabei bis zu 4.000 Euro Zuschuss.

Kostet Ihr Plattformlift für eine gerade Treppe also beispielsweise 8.000 Euro, so senkt alleine der Zuschuss der Pflegekasse den Kaufpreis um die Hälfte. Und das, obwohl Sie sich bislang nur an eine einzige Stelle gewendet haben.

Weitere Ansprechpartner für Zuschüsse und Fördergelder zur Treppenlift Anschaffung (egal, ob neu oder gebraucht) sind:

  • Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, die bis zu 10% des Kaufpreises (maximal 5.000 Euro) bezuschusst, sofern Sie der Privateigentümer der Immobilie sind.
  • Bundesländer und Regionen, die regionale Fördertöpfe zur Verfügung haben, die ausgeschöpft werden können, um private Immobilien barrierefrei zu gestalten.
  • Die Agentur für Arbeit, die Treppenlifte bezuschusst, wenn mit einem Kauf gewährleistet werden kann, dass die auf den Lifter angewiesene Person ins Berufsleben reintegriert werden kann.
  • Berufsgenossenschaften, die sich einschalten, wenn ein Arbeitsunfall vorlag und Sie deswegen jetzt einen Treppenlift brauchen.
  • Die Sozialhilfe, die Menschen, die sich nachweislich keinen Treppenlift leisten können, unter die Arme greift.

Beachten Sie aber, dass Sie auf fast alle dieser Zuschüsse nur dann ein Anrecht haben, wenn Sie den Antrag stellen, bevor Sie einen Kaufvertrag unterschrieben haben!

Preise vergleichen beim Rollstuhllifter: Mehrere Angebote einholen!

Ein sehr wichtiger Punkt zum Schluss ist der Aspekt, dass Sie den Preis, der Ihnen für Ihren Rollstuhllifter angeboten wird, nicht als in Stein gemeißelt hinnehmen sollten. Wie Sie den oben genannten Zahlen entnehmen, gibt es einen enormen Spielraum bei Treppenliften. Zwischen ein- und demselben Treppenlift können dementsprechend hohe Unterschiede im Preis bestehen.

Umso wichtiger ist es, dass Sie sich, ehe Sie einen Kauf vollziehen, so viele Angebote wie möglich einholen. Natürlich sind Angebote, die Ihnen eine Firma unterbreitet, die bei Ihnen live vor Ort die Begebenheiten prüfen und die Schwierigkeit der Treppe bewerten konnte, um einiges präziser als eher allgemeine Angebote. Dennoch liefert jedes neue Angebot Ihnen eine weitere Idee, was für die Art von Rollstuhllift, die Sie interessiert, marktüblich ist.

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Checkliste Treppenlift Rollstuhl

  • Ein Treppenlift ist ein wichtiges Hilfsmittel für Rollstuhlfahrer. Er sorgt dafür, dass Rollstuhlfahrer in Häusern ohne eingebauten Fahrstuhl gemeinsam mit ihrem Rollstuhl die Etage wechseln können oder im Rollstuhl sitzend beispielsweise die Stufen im Eingangsbereich überbrücken können.
  • Für Rollstuhlfahrer eignen sich im Allgemeinen vor allem die Modelle Plattformlift, Hublift und Senkrechtlift.
  • Ein Rollstuhllift kann entweder vertikal befördern (Hublift und Senkrechtlift). In diesem Fall kann er im Innenbereich beispielsweise ins Treppenauge eingelassen werden. Oder aber die Beförderung findet auf einer Plattform am Verlauf der Haupttreppe entlang statt (Plattformlift). In diesem Fall sollte die Treppe mindestens 80 Zentimeter (gerade Treppe), bzw. 90 Zentimeter (kurvige Treppe) breit sein.
  • Die Kosten für einen Rollstuhllift beginnen bei ca. 5.000 Euro (Hublift für maximal 1,5 Meter) und ca. 7.500 Euro (Plattformlift für gerade Treppen).
  • Mit anerkannter Pflegestufe / Pflegegrad erhalten Sie auf Antrag vor dem Kauf eines Rollstuhllifts von der Pflegeversicherung der Krankenkasse bis zu 4.000 Euro Zuschuss zum Kaufpreis. Weitere Fördergelder und Zuschüsse sind bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau, der Agentur für Arbeit, der Berufsgenossenschaft, der Sozialhilfe, oder aber auch über regionale Fördertöpfe möglich.

Treppenlift Rollstuhl: Die fünf meistgestellten Fragen

Am Ende dieses Beitrags haben wir noch die fünf meistgestellten Fragen zusammengestellt, die beim Treppenlift im Zusammenhang mit einem Rollstuhl auftreten können. Sie haben weitere Fragen, die weder auf dieser Seite noch im Folgenden beantwortet werden? Dann zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!

Kann ein Treppenlift einen Rollstuhl tragen und befördern?

Kurz und knapp: Ja. Selbst Sitzlifte, die dafür ausgelegt sind, eine sitzende Person zu befördern, schaffen bereits Tragfähigkeiten von um die 150 kg. Für Plattformlifte ist gut und gerne das Doppelte üblich, wodurch Sie und Ihr Rollstuhl kein Problem darstellen sollten. Für höhere Tragfähigkeiten sind zudem Sonderanfertigungen möglich.

Von welchen Zuschüssen profitieren Rollstuhlfahrer beim Treppenlift?

Hat der Rollstuhlfahrer einen anerkannten Pflegegrad, bezuschusst die Pflegeversicherung der Krankenkasse den Treppenlift-Kauf mit bis zu 4.000 Euro. Der Antrag muss aber zwingend vor dem Kauf gestellt werden und kann formlos an die Pflegekasse erfolgen.

Was kostet ein Treppenlift für ein Stockwerk?

Die Preise für einen Treppenlift für ein Stockwerk bewegen sich je nach Modell des Treppenlifts und Komplexität der Treppe (gerade vs. kurvig) bei ungefähr 2.000 bis 20.000 Euro. Die günstigsten Rollstuhllifte, die einen Rollstuhl transportieren können, beginnen bei ca. 7.000 Euro für sehr einfache Hublifte, die bis zu drei Höhenmeter zurücklegen können.

Wie breit muss die Treppe für einen Rollstuhllift sein?

Eine gesetzliche Mindestbreite muss nur bei Mehrfamilienhäusern, bzw. bei gemeinschaftlich genutzten Treppenhäusern beachtet werden. Handelt es sich um ihre ausschließlich selbst genutzte Privatimmobilie muss lediglich ausreichend Platz vorhanden sein, damit beispielsweise eine Plattform den Rollstuhlfahrer über die Treppe hinweg nach oben oder unten transportieren kann. Mit 80 Zentimeter Breite bei gerader und 90 Zentimeter bei kurviger Treppe sind Sie zumeist auf der sicheren Seite.

Was ist besser geeignet für Rollstuhlfahrer? Der Hublift oder der Plattformlift?

Beide Lifte funktionieren komplett unterschiedlich. Der Plattformlift verläuft an der Treppe entlang, während der Hublift den Rollstuhlfahrer vertikal nach oben befördert. Ersterer muss also an der Treppe direkt installiert werden, während der Hublift entweder im Freien den Eingangsbereich überwindet oder beispielsweise einen Balkon ansteuert. Auch das Ausnutzen eines Treppenauges ist mit dem Hublift theoretisch möglich.

Sind beide Modelle für Ihre Immobilie geeignet, kommt es letztlich darauf an, welche Beförderung Ihnen besser gefällt, bzw. welche mit den geringeren Kosten verbunden ist.