Für einen Angehörigen

  • Treppenlift für einen Angehörigen: Was die anderen Haushaltsmitglieder wissen sollten
  • Mehr Sicherheit: Treppen sind große Gefahrenquellen für schwere Stürze
  • Das richtige Modell: Welcher Lifter hilft dem Angehörigen am besten?
  • Richtig vorgehen beim Kauf: Voraussetzungen checken und Probefahrt durchführen
  • Zuschüsse und Förderungen: Von welchen Geldern profitiert Ihr Angehöriger?
  • Direkt loslegen: Bis zu drei Angebote erhalten

Treppenlift für einen Angehörigen: Das sollten die Mitmenschen wissen

Auf einen Blick

Mit dem Treppenlift für einen Angehörigen erhalten alle Mitglieder des Haushaltes mehr Lebensqualität. Der Angehörige kann die Treppe zukünftig alleine und sicher überwinden und die Mitmenschen leben mit einer Sorge weniger und sind weniger belastet.

Wer einen Treppenlift für einen Angehörigen kaufen möchte, dem stehen die vielfältigsten Möglichkeiten zur Verfügung. Von Modellen wie dem Sitzlift oder Plattformlift, die direkt an der vorhandenen Treppe entlang führen, bis hin zu Typen wie dem Hublift oder Senkrechtlift, die vertikal verlaufen und sich möglicherweise ins Treppenauge einfügen lassen.

Dabei ist der Treppenlift eine hervorragende Möglichkeit, um gleich zwei wichtige Punkte zu gewährleisten. Erstens gelangt der zumeist pflegebedürftige Angehörige durch einen Treppenlift zu deutlich mehr Unabhängigkeit. Und zweitens erfahren dadurch auch die möglicherweise pflegenden Angehörigen eine gewisse Entlastung.

Soll ein Treppenlift für einen Angehörigen in den Haushalt kommen, wirft das aber immer auch entsprechende Fragen auf. Sei es, welches Modell am besten ist, oder Grundsätzliches wie beispielsweise die Frage, wie laut so ein Treppenlift überhaupt ist und ob er die Nachtruhe der anderen Personen im Haushalt zu stören vermag. Auf dieser Seite befasst sich TREPPENLIFT.io mit allen wichtigen Antworten auf diese und noch weitere Fragen.

Treppenlift für einen Angehörigen – wann ist ein Lifter im Haushalt sinnvoll?

Viele Menschen denken, ein Treppenlift wäre ein reines Hilfsmittel, um den Komfort etwas zu steigern. Insbesondere dann, wenn der betroffene Angehörige die Treppen grundsätzlich unter Anstrengung noch selbst überwinden kann. Tatsächlich muss der Lifter aber als weitaus mehr als ein reines Hilfsmittel betrachtet werden. Nachweislich steigert er nämlich massiv die Sicherheit in den eigenen vier Wänden.

Tatsächlich ist jede Treppe schließlich ein immenses Unfallrisiko. Und wer sich beim Treppensteigen stark anstrengt, der ist deutlich gefährdeter, auszurutschen und zu stürzen. Dass bei Stürzen auf der Treppe die schwerwiegendsten häuslichen Unfälle mit den mitunter gravierendsten Folgen entstehen können, dürfte auf der Hand liegen. Lebt der Angehörige dann noch alleine oder ist über weite Strecken des Tages alleine, kann ein Sturz zudem über mehrere Stunden hinweg unentdeckt bleiben – und damit auch unbehandelt.

Kurzum: Ein Treppenlift für einen Angehörigen, der Schwierigkeiten beim Treppensteigen hat, ist praktisch immer sinnvoll. Kommen dann noch Störungen der Mobilität hinzu oder gibt es eine medizinische Prognose, dass das Treppensteigen von Jahr zu Jahr schwerer fallen wird, sollte mit dem Kauf nicht mehr allzu lange gezögert werden. Schließlich sind vor dem Kauf einige Voraussetzungen zu klären und Dinge zu beachten.

Der Treppenlift für zuhause steigert die Lebensqualität aller Personen im Haushalt

Ist der Treppenlift dann erst einmal da, steigert das die Lebensqualität aller Personen im Haushalt drastisch.

Die Person, die auf den Treppenlifter angewiesen ist, kann sich leichter, sicherer und barrierefreier in einem größeren Radius bewegen und bleibt dadurch unabhängiger und selbstständiger.

Die Angehörigen wiederum tragen eine Sorge weniger mit sich herum, wenn sie mal länger außer Haus sind. Sollte außerdem bislang stets eine Hilfe nötig gewesen sein, um dem Angehörigen die Treppe hinauf oder herunter zu helfen, erleben Angehörige nach dem Einbau eines Treppenlifts eine merkliche Entlastung.

Alles in allem sorgt der Lift außerdem dafür, dass der geliebte Angehörige langfristig weiter im Haus leben kann und nicht etwa in ein Pflegeheim ziehen muss. Auch das ist nachweislich ein Beitrag zu mehr Lebensqualität im Alter.

Treppenlift für einen Angehörigen: So gehen Sie beim Kauf am besten vor

Wenn Sie nach einem Treppenlift für einen Angehörigen suchen, dann gilt es beim Kauf in vier Schritten vorzugehen:

  1. Die Voraussetzungen abklären, ob ein Treppenlift im häuslichen Umfeld überhaupt möglich ist.
  2. Das Treppenlift-Modell identifizieren, mit dem die individuellen Bedürfnisse des Angehörigen am besten erfüllt werden.
  3. Den Angehörigen eine Probefahrt durchführen lassen, um einen Fehlkauf auszuschließen.
  4. Mehrere Angebote einholen und vergleichen.

Schauen wir uns diese vier Schritte im Folgenden etwas genauer an.

1. Die Voraussetzungen für den Einbau abklären

Wer sich mit dem Thema Treppenlift zum ersten Mal beschäftigt, der hat meistens Angst, dass die Voraussetzungen für den Einbau eines Treppenlifts nicht gegeben sind. Tatsächlich ist es aber so, dass in neun von zehn Fällen eine Installation völlig unproblematisch realisierbar ist.

Dabei geht die Quote sogar fast gegen zehn von zehn, wenn es sich um Ihr Privathaus handelt, in dem Sie auf keine weiteren Mieter oder andere Haushalte Rücksicht nehmen müssen. Gesetzliche, bzw. bürokratische Hürden in puncto Brandschutz und Bauverordnungen gibt es nämlich nur für Gemeinschaftstreppenhäuser.

Sind Sie also nicht gerade Mieter und müssen ohnehin Ihren Vermieter ins Boot holen und gemeinsam den behördlichen Weg gehen, wenn Sie einen Treppenlift ins gemeinsam genutzte Treppenhaus einbauen lassen wollen, sollte Ihr Platzbedarf praktisch immer ausreichen.

Sitzlifte sind heute schon extrem platzsparend. Sollte dennoch bei keiner zentralen Treppe in Ihrem Haus eine Montage möglich sein, stehen auch alternative Möglichkeiten zur Verfügung. Ein Hublift kann beispielsweise auch einen Balkon ansteuern, während für den Senkrechtlift vielleicht an geeigneter Stelle ein Durchbruch gemacht werden könnte.

Die Voraussetzen für den Einbau können Sie optimalerweise im Zuge einer Erstberatung direkt bei Ihnen vor Ort klären.

2. Das richtige Treppenlift-Modell finden

Es gibt die unterschiedlichsten Treppenlifte und jedes Modell wartet mit bestimmten Vorteilen auf, die die Nachteile eines etwaigen anderen Modells ausgleichen. Steht beispielsweise nur wenig Platz zur Verfügung, kann der platzsparende Sitzlift vielleicht die perfekte Lösung sein.

Ist ihr Angehöriger derweil auf einen Rollstuhl angewiesen und soll gemeinsam im Rollstuhl mit dem Treppenlift transportiert werden, erfüllen Plattformlift, Hublift und Senkrechtlift diese Voraussetzung.

Leben Sie in einem großen Haus und soll ein einziger Treppenlift mehrere Etagen miteinander verbinden, dann ist der Senkrechtlift wahrscheinlich die Lösung der Stunde.

Je mehr Modelle dabei grundsätzlich für Sie infrage kommen, desto mehr können Sie darauf schauen, welcher Typ die Anforderungen am besten erfüllt.

3. Den Angehörigen eine Probefahrt durchführen lassen

Niemand kauft gerne die Katze im Sack. Das gilt natürlich auch für den Treppenlift. Man kann zwar möglichst detailliert beschreiben, wie genau eine Fahrt in einem Sitzlift im Gegensatz zu einem Plattformlift abläuft. Damit der Angehörige aber keine böse Überraschung erlebt und erst nach dem fertigen Einbau feststellt, dass er sich auf dem Sitzlift beispielsweise überhaupt nicht sicher fühlt, sollte unbedingt im Vorfeld eine Probefahrt stattfinden.

Bei den meisten Anbietern können Sie das ganz bequem vor Ort durchführen. Ein Termin, den Sie unbedingt in der Planungsphase gemeinsam mit Ihrem Angehörigen einplanen sollten. Ist der Lifter schließlich erst einmal eingebaut, lässt sich das zumeist nicht ohne immense Kosten rückgängig machen. Wurde dann noch ein Schienensystem als Spezialanfertigung für Ihre kurvige Treppe gebaut, dürfte auch eine Rücknahme seitens des Herstellers maximal noch auf Kulanz funktionieren.

4. Mehrere Angebote einholen und vergleichen

Sobald Sie wissen, dass die Einbau-Voraussetzungen vorhanden sind, Sie das richtige Modell identifiziert und diese Einschätzung per Probefahrt bestätigt haben, ist die Marschrichtung bekannt. Nun gilt es, nicht zu viel für den Treppenlift zu bezahlen.

Umso wichtiger ist es, dass Sie die ungefähren marktüblichen Preise kennen. Die Spanne geht beim Treppenlift schließlich von ungefähr 2.000 Euro für einen ganz einfachen Sitzlift für gerade Treppen bis hoch zum Zehnfachen für einen Plattformlift für kurvige und besonders verwinkelte Treppen.

Wenn Sie wissen, was Sie brauchen, sollten Sie sich also für diese Art von Treppenlift so viele Angebote wie möglich einholen. Aber Vorsicht: In manchen, auf den ersten Blick teuer wirkenden Angeboten, sind bereits die Kosten für Einbau und Montage inkludiert.

Lassen Sie sich deshalb von allzu niedrigen Preisen nicht in die Irre führen und klären Sie bei jedem erhaltenen Angebot unbedingt ab, ob diese Kosten schon enthalten sind, bzw. was an zusätzlichen Kosten hierfür anfüllen würde. Nur so ist ein objektiver Vergleich möglich.

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Beim Kauf eines Treppenlifts für einen Angehörigen Zuschüsse und Fördergelder beantragen

Sie haben das beste Angebot gefunden und wollen jetzt für Ihren Angehörigen zuschlagen? Bitte warten Sie noch kurz! Einen Kaufvertrag zu vorschnell zu unterschreiben, könnte sich schließlich als teurer Fehler entpuppen!

Beim Treppenlift-Kauf kann Ihr Angehöriger schließlich von einer ganzen Reihe an Zuschüssen und Fördergeldern profitieren und somit Kosten sparen. Viele dieser Förderungen sind allerdings nur dann möglich, wenn ein Antrag auf den entsprechenden Zuschuss vor dem Kauf gestellt wird. Darunter auch der potenziell wichtigste Antrag, den pflegebedürftige Personen bei der Pflegeversicherung der Krankenkasse stellen können.

Hat Ihr Angehöriger eine anerkannte Pflegestufe, bzw. einen Pflegegrad? Dann gibt es bei der Pflegekasse einen Zuschuss von bis zu 4.000 Euro, der mit einem völlig formlosen Antrag mit dem Thema „Finanzieller Zuschuss zur Verbesserung des individuellen Wohnumfelds“ ausgeschöpft werden kann.

Weitere Stellen, die Kauf und Einbau eines Treppenlifts für Ihren Angehörigen bezuschussen können, sind:

  • Kreditanstalt für Wiederaufbau: Sofern Ihr Angehöriger der Immobilieneigentümer ist und es eine rein private Immobilie ist, sind bis zu 10% der Anschaffungskosten als Zuschuss möglich. Der Maximalbetrag ist dabei auf 5.000 Euro pro Haushalt gedeckelt.
  • Berufsgenossenschaft: Sollte Ihr Angehöriger einen Arbeitsunfall gehabt haben und deshalb (temporär) auf den Treppenlift angewiesen sein, sind bis zu 100% Kostenübernahme durch die Berufsgenossenschaft möglich.
  • Agentur für Arbeit: Ihr Angehöriger könnte nach Einbau eines Treppenlifts wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden? Dann zahlt zumeist auch die Agentur für Arbeit einen in Zuschuss aus eigens zur Verfügung stehenden Fördertöpfen.
  • Bundesland / Region: Vielerorts gibt es Initiativen zum barrierefreien Wohnen. Beim Bundesland, bzw. der Region nachzufragen, ob und welche Zuschüsse möglich sind, sollte daher ebenfalls auf Ihrer Agenda stehen.

Checkliste Treppenlift für einen Angehörigen

  • Wenn ein Treppenlift ins Haus kommen soll, betrifft das auch die Angehörigen der pflegebedürftigen Person. Wichtig ist dabei, dass der Lifter alle Bewohner des Haushalts entlastet. Der Angehörige kommt sicher und selbstständig über die Treppe und die Pflegepersonen müssen sich eine Sorge weniger machen und sind weniger belastet, dem Angehörigen über die Treppe zu helfen.
  • Es gibt verschiedene Treppenlift-Modelle, die alle mit eigenen Vor- und Nachteilen sowie unterschiedlichen Kosten einhergehen. Liegen für alle Modelle die Voraussetzungen zum Einbau vor, ist das richtige Modell nebst Ausstattung mit Bedacht zu wählen.
  • Unbedingt sollte der Angehörige im Modell seiner Wahl eine Probefahrt durchgeführt haben, ehe Einbau und Montage beginnen. Ist der Lifter erst einmal eingebaut, ist ein Austausch ausgesprochen kostspielig, zumal dieser teure Fehler vermeidbar ist.
  • Vor dem Kauf sollten Sie mehrere Angebote miteinander vergleichen, um auszuschließen, dass Sie überdurchschnittlich hohe Preise bezahlen.
  • Ehe Sie den Kaufvertrag unterschreiben, sollten Sie bei allen relevanten Stellen ein Antrag auf einen Zuschuss stellen. Zumeist erlischt das Anrecht auf Kostenübernahme mit der Unterschrift unter dem Kaufvertrag.

Treppenlift für einen Angehörigen: Die vier meistgestellten Fragen

Am Ende dieses Beitrags haben wir noch die vier meistgestellten Fragen zusammengestellt, die beim Treppenlift für einen Angehörigen oft gestellt werden. Sie haben weitere Fragen, die weder auf dieser Seite noch im Folgenden beantwortet werden? Dann zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren!

Wie laut ist ein Treppenlift für zuhause?

Ein handelsüblicher Treppenlift läuft bei ca. 55 Dezibel. Das entspricht ungefähr der Lautstäke eines Regenfalls. Sollte Ihr Haus besonders hellhörig sein oder Sie Bedenken bezüglich der Lautstärke haben, können Sie das bei den Anforderungen im Rahmen der Erstberatung erwähnen. Es gibt schließlich auch Lifter, die bei ca. 35 Dezibel laufen, was wiederum dem Ticken einer Armbanduhr entspricht.

Kann man einen Treppenlift gebraucht kaufen?

Treppenlifte können, sofern die Kosten abzüglich aller möglichen Zuschüsse Ihnen zu hoch sind, auch gebraucht gekauft werden. Sie sollten sich dann aber zwingend an einen Händler wenden, der Einbau und Montage für Sie übernimmt und Ihnen zusätzlich noch eine Garantie und Gewährleistung von zumindest einem Jahr gibt. Ansonsten ist der Privatkauf eines gebrauchten Lifters ein zu großes Risiko, zumal Einbau und Montage ohnehin zusätzliche Kosten verursachen.

Wie hoch ist beim Treppenlift die Krankenkasse Kostenübernahme?

Die Pflegeversicherung der Krankenkasse übernimmt bis zu 4.000 Euro der Anschaffungskosten. Die Voraussetzungen dafür sind, dass eine entsprechende Pflegestufe bei Ihrem Angehörigen vorliegt und Sie den Antrag vor dem Kauf stellen. Übrigens ist dieser Betrag kumulativ. Haben mehrere Personen im Haushalt eine Pflegestufe, gibt es auch mehrmals diesen Zuschuss. Ein Ehepaar mit Pflegestufen bekäme beispielsweise bis zu 8.000 Euro von der Pflegekasse der Krankenkasse.

Gibt es einen staatlichen Zuschuss für einen Treppenlift?

Grundsätzlich ist der eben genannte Betrag, der von einer staatlichen Pflegeversicherung kommt, durchaus auch als staatlicher Zuschuss zu betrachten. Davon abgesehen gibt es aber in viele Regionen und Bundesländern staatliche Initiativen, um das barrierefreie Wohnen zu ermöglichen. Dementsprechend sollten Sie sich informieren, ob sich in Ihrem Bezirk noch Zuschüsse zur Anschaffung ausgeschöpfen lassen.